Instrumente

Um Ihnen einen Eindruck zu verschaffen welche Instrumente im Verein gespielt werden haben wir diese aufgelistet und auch die Geschichte und die Herkunft beleuchtet. Der gesamte Wert der verfügbaren Instrumente beträgt mehrere 10.000 Euro.

Timp-Tomps

Verfügbare Instrumente : 2x 2er und 2x 4er

Herkunft und Geschichte :

Timp-Toms oder Power-Toms oder auch Multi Tenor Drums genannt. Sie sind sehr beliebt bei Fanfarenzügen, Gugenmusikern oder Spielmannszügen. Seit "Safri Duo" und ihrem großen Erfolg mit dem Song "Played A-live" (The Bongo Song) gewannen die Timp-Toms immer mehr an Popularität. Knackig und dominant:  So klingen die unterschiedlich großen Toms. Eingesetzt als 2er und 4er Timp Toms spiele sie eine zentrale Rolle bei den Rhythmus Instrumenten.

Snare-Drums

Verfügbare Instrumente : 4

Herkunft und Geschichte :

Den für diese Trommel typischen Schnarr-Effekt liefert ein am Resonanzfell anliegender Teppich aus 8 bis 30 nebeneinander liegenden Metall-Spiralen, auch Zitter genannt; früher war dieser aus Darmsaiten (den Snares oder Schnarrsaiten) gefertigt. Der Teppich ruht dabei im Snare-Bett – einer wenige Millimeter tiefen und mehrere Zentimeter breiten Kesselgrat – und wird beim Anschlagen zum Mitschwingen und damit zum Mitrascheln angeregt, indem das üblicherweise sehr dünne und daher sehr sensible Resonanzfell die Schwingungen des Schlagfells überträgt. Über eine Abhebe-Mechanik lässt sich der Teppich vom Resonanzfell gänzlich lösen oder im Anpressdruck justieren. Straffes Spannen mindert das Sustain und führt zu einem scharfen, trockenen bis „toten” Klang, der sich vor allem für Musikrichtungen eignet, bei denen die Snare-Trommel besonders aus dem Gesamtklangbild herausstechen soll, wie  z. B. Marschmusik oder Samba.

Bass-Drums

Verfügbare Instrumente : 3

Herkunft und Geschichte :

Sie gelangte im 18. Jahrhundert über die türkische Janitscharenmusik nach Europa. In der Orchestermusik steht die große Trommel üblicherweise senkrecht, schräg oder auch waagerecht auf einem Ständer. Sie wird in der Regel mit großen, mit Fell oder Filz umwickelten Schlegeln gespielt. Sie misst 50 bis 80 cm im Durchmesser und um 40 cm in der Tiefe und ist meistens mit einem Naturfell (oft Kalbshaut) bespannt. Das längere Nachschwingen wird, wenn kompositorisch verlangt, durch Abdämpfen per Hand verhindert. In Blasmusik-Kapellen und Marching Bands wird die große Trommel mit Schultergurten vor der Brust getragen. Zur Gewichtsersparnis werden große Trommeln für Marschkapellen meistens eigens aus dünnerem Holz hergestellt als Orchestertrommeln. Mit Kissen oder speziellen Dämpfungsringen kann ein mitunter als störend empfundenes Nachschwingen bedämpft werden. Die Trommel steht auf Füßen, deren Metallspitzen oder Gummifüße ein Wegrutschen verhindern. Die Felle sind heutzutage nahezu ausschließlich aus ein- oder doppellagiger Kunststofffolie, die Kessel aus 6- bis 10-fach kreuzverleimtem Holz (oft Ahorn oder Birke, aber auch andere Hölzer).

Sousaphon

Verfügbare Instrumente : 2

Herkunft und Geschichte :

Das Sousaphon bzw. Sousafon ist eine Form der Tuba, die Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative des amerikanischen Komponisten John Philip Sousa erstmals gebaut wurde und auch nach ihm benannt wurde. Im Gegensatz zur europäischen Tuba wird das Sousaphon nicht vor, sondern um den Körper getragen. Das hochaufragende Schallstück des Sousaphon mit kurzem, aber sehr weit ausladenden um ca. 90° nach vorne gerichteten Schalltrichter (Durchmesser ca. 65 cm) ist abnehmbar. Seit den 1960er Jahren sind auch Sousaphone aus Kunststoff üblich, deren Schalltrichter und letzte Rohrwindung aus Gründen der Gewichtsersparnis aus weiß eingefärbtem Faserverbundwerkstoff (glasfaserverstärktes Epoxidharz) besteht.

Mellophon

Verfügbare Instrumente : 4

Herkunft und Geschichte :
Das Mellophon oder Melophon, auch Mellophonium genannt, ist ein Blechblasinstrument und gehört zu den Hörnern.
Es wird vor allem in Militärorchestern, Marching Bands und dergleichen gespielt, die in den USA eine große Tradition haben. Dort ersetzt es in Marschformationen das Waldhorn, da es beim Gehen einfacher zu handhaben ist und das Schallstück nach vorne zeigt. Das ist aus klanglichen aber auch choreographischen Gründen bedeutsam. Es verhält sich also ähnlich wie das Sousaphon im Vergleich zur Tuba.
Sein Tonumfang reicht vom fis bis zum c‘‘. Gewöhnlich sind Mellophone in ihrer Grundstimmung in F oder Es gestimmt. Die Obertonreihe liegt eine Oktave über dem F-Waldhorn. Das Mellophon hat drei Ventile, wie auch die Trompete. Für das Mellophon wird meistens ein Kesselmundstück -ähnlich dem der Trompete- benutzt, da es als Althorn verwendet.

Kornett

Verfügbare Instrumente : 15

Herkunft und Geschichte :

Der Name des Instruments leitet sich von französisch cornet à pistons ("kleines Ventilhorn") ab. Erstmalig konstruiert wurde es um 1828 von Louis Antoine Halary, dem Erfinder der Ophiklëide. Einer älteren Theorie zufolge soll Halary die Idee gehabt haben, das deutsche Posthorn mit Ventilen zu versehen, um so eine chromatische Tonreihe erzeugen zu können. Tatsächlich ist das cornet à pistons lediglich eine Weiterentwicklung einer früheren ventillosen Variante (cornet), die in den französischen Chasseur-Regimentern die Funktion eines Signalhorns übernahm. Seine enorme Beliebtheit gewann das Kornett aber erst dank der Weiterentwicklung durch den Franzosen Gustave Auguste Besson. Die Marke Besson existiert bis heute als Bestandteil von The Music Group. Um 1850 wurde eine kurze, tiefe Form des Kornetts in England unter dem Namen cornopean bekannt. Die englische Form war mit drei Pumpventilen und einer Trillerklappe für Ganztontriller ausgestattet. Darüber hinaus war es ein modulares Instrument mit auswechselbaren Umstimmbögen. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde es als billige Ausführung in Frankreich nachgebaut.

Trompete

Verfügbare Instrumente : 4

Herkunft und Geschichte :

Schon die Ägypter vor 3500 Jahren spielten trompetenartige Instrumente. Vom ausgehenden Mittelalter bis ins Barock galt die Trompete als Herrschaftssymbol. Trompeter waren hoch angesehene Beamte. Nur zu hohen kirchlichen Festen war es erlaubt, dass sie mit anderen Musikern zusammen zu anderen Zwecken spielten. Die aus Schlesien stammenden Musiker Heinrich Stölzel (Hornist) und Friedrich Blühmel erfanden 1813 die so genannten Drehbüchsenventile, die den Luftstrom umleiten. Seit 1830 ist die heutige Bauform mit drei Ventilen bekannt (C. A. Müller, Mainz und F. Sattler, Leipzig). Trompeten (oder ähnliche Instrumente) wurden praktisch immer auch als Signalinstrumente verwendet. Beispielsweise mussten alle Türmer in den Städten (Signal-)Trompete spielen können. Daraus resultierte eine hohe gesellschaftliche Anerkennung der Trompeter, die sich meist auch finanziell bemerkbar machte. Oftmals waren die Türmer/Trompeter bereits seit dem Mittelalter als Berufsgruppe anerkannt. In den letzten Jahrzehnten ist das Spielen der Trompete sehr populär geworden.

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